MOVE GROOVE INFO

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ULI TREPTE, der Originator, Leiter, Texter sowie Komponist dieses modalen Groove Konzepts, begann seine musikalische Karriere 1966 als Bassist und Gründungsmitglied des IRENE SCHWEIZER TRIOS (free-jazz) wie der Free-Rock Gruppe GURU GURU (in deren Rahmen respektive dessen Zeitraum er mit Musikern  wie YUSEF LATEEF, GATO BARBIERI, BARNEY WILEN, MAL WALDRON und JOHN MCLAUGHLIN spielte), war danach u.a. bei den Progressive Rock Bands NEU!, FAUST sowie KICKBIT INFORMATION, leitete von 75-84 seine eigene Gruppe SPACEBOX und lebt seit 85 als multimedialer Künstler in Berlin.

Rückgrat dieses neuen unnachahmlichen Projekts ist sein einzigartiges solides Baßgitarrenspiel, das mit vollem, in den Bauch gehendem, fast trompetenhaftem Ton, ungewohnt-, doch eindrucksvollem rhythmischem Gefälle, ausgesprochen melodischer Linienführung und eigenwilliger Phrasierung elektrische Magie in die Musik bringt.

Zur Baßgitarre tritt die Djembe von TAPSI KIM, einer talentierten Newcomerin, deren ausgespartes strukturelles Trommeln für rhythmische Brisanz wie auch formale Klarheit sorgt, den Groove enorm verstärkt und und zum gewünschten kammermusikalischen intimen Touch beiträgt, welcher – im Verbund mit der lockeren Intensität – ein hauptsächliches Merkmal dieser Musik ist.

Rund wird die Sache mit dem kraftvollen, doch sensitiven Chapman Stickspiel von HANS HARTMANN, der einstmals ebenfalls bei GURU GURU war, sich am Kontrabass als Begleiter mancher Blues- (CHAMPION JACK DUPREE) und Jazzgrößen (u.a. CHET BAKER, LEO WRIGHT) schon längst einen guten Namen machte und dessen phantasiereich-virtuose, jedoch stets hochmusikalische Spielweise dieser ungewöhnlichen Musik ihre erfrischende rhythmisch-melodische Komplexität und Fülle gibt.

Seinen Glanz erhält das Ganze durch den begnadeten Multi-Instrumentalisten EDGAR HOFMANN (ein Gründungsmitglied von EMBROY, der u.a. mit den Jazzmusikern CHARLIE MARIANO und MAL WALDRON auftrat, Weltmusik mit z.B. OKAY TEMIZ, TRILOK GURTU und RAMESH SHOTAM machte und die Musik von Theaterleuten wie HELEN STEWART vom La Mama Theatre, New York City, JOSHI OIDA, Paris und dem No-Spieler AKIRA MATSUI, Tokio schuf), dessen verhalten-reduziertes bis eruptiv-explodierendes Spiel traumhafte Lyrik wie auch echten Biß in diese Musik bringt und der das Klangbild mittels seiner Saxophone, Klarinetten sowie Holz- und Bambusflöten eminent erweitert.

Aufgrund der raffinierten Obertonmischung, die sich durch die Verwendung dieser scheinbar disparaten Instrumente einstellt (wobei der bewußte Verzicht aufs Schlagzeug, das die Dynamik stark vergröbern und auf ein Tasteninstrument, das die Harmonik viel zu eindeutig-einseitig definieren würde, gravierend mitbestimmend ist), entsteht ein ungewohnt bizarrer, aber erdiger, nicht lauter, doch kraftvoller Sound, der gleichwohl für das Ohr von Rock wie Jazz Hörern geeignet ist, weil er diese Musikarten unauffällig in sich integriert und zu einer multiphonen, groovenden Musik der Zukunft weiterführt.


       
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